Schöpfer.

Es fing alles an mit Gottes Schöpfung der Erde.
Der Urknall ist eine kirchliche Erfindung und besagt, dass der Materiekern auch zerstört werden musste, um das Universum zu erschaffen.
Gott brauchte vielleicht keine Zerstörung, um etwas zu erschaffen, aber so ist die Theorie.
Auch Jesus und die Nachfolge Jesu ist eine schöpferische Zerstörung.
Er verlangt Pflug und Familie zu verlassen, um Ihm zu folgen.
Ein Exodus.
Das geht bis zum Ich.

Nun wird man also vielleicht dazu berufen ein Künstler zu sein.
Was kann man machen? Steht man nicht in Konkurrenz zu dem allmächtigen Schöpfer dieser Erde und all seiner Wesen, die ihn loben und preisen? Was ist der geistige Halt, den man haben kann, um schöpferisch tätig zu sein?

Das Verlorengehen des Egos bewirkt eine Kraft, zu tun was von Gott gewollt ist.

Nennen wir es den dritten Willen.
Den Willen, den Adam und Eva im Paradies hatten, als sie noch nicht von der Schlange verführt wurden.
Es gibt den natürlichen Willen, der kranke Wille, hier steckt schon viel drin, dass ein Hören auf das höhere im weltlichen Gesetz verankert ist.
Und es gibt den freien Willen.
Das Hören auf Gott oder den Teufel, sagen wir mal so.
Als Künstler haben Sie aber verloren, wenn Sie überhaupt den Willen des Teufels in Erwägung ziehen.
Man muss frei sein, um Gott zu gehorchen.
Der Teufel ist immer Zerstörung, oder wenn er Ihnen etwas verspricht, dann wird sich solange daran gehalten, bis Sie in Schwierigkeiten kommen.
Dann wird er Sie verlassen und zerstörerisch dem Schicksal überlassen.

Welches nicht sehr gut sein wird, denn Gott begegnet dem Heiligen heilig und dem Bösen böse.
Also haben Sie verloren.
Ungeheuer, kannst Du mir eine Stunde meines Lebens versprechen, sagt der heilige Ignatius von Loyola.
Und Recht hat er, der Teufel wird bei Erschaffung, die die Seele nährt nicht helfen.
Es wird ein grausiges Kunstwerk was Sie da erschaffen haben, schauen Sie dem ihm in den Rachen, sind Sie reif für nie entfliehbare Geisteskrankheit.
Ja, Sie werden wahnsinnig.
So steht es schon im 16.
Jahrhundert im dem Klassiker Wolke Des Nichtwissens.

Sie wollen ein Kunstwerk sein.
Das Erschaffen werden ist die Natur des Menschen, das Schaffen die Natur Gottes.
Sie müssen also leer sein.
Leer sein um zu Erschaffen.
Der Geist Gottes muss Sie füllen, und Sie können in seinem Namen schaffen.
Jetzt bringt es nichts, seine Ich-Grenzen aufzugeben.
Sie brauchen ein starkes Ich um mit Gott zu kommunizieren, aber es muss leer sein.
Sie müssen aufgeben, was vorher drin war.
Gott wird es Ihnen nehmen.
Sind Sie bereit für den dritten Willen?

Wollen Sie einfach mal ein Kunstwerk erschaffen? Nehmen Sie doch einen Sampler und klauen Sie Musik oder Ton (veröffentlichen Sie sie aber nicht) und schneiden und häckseln und verändern Sie das Material so lange, bis Sie etwas brauchbares geschaffen haben.
Jetzt haben Sie etwas zerstört doch dabei etwas geschaffen.
Wie war das Gefühl? Es ist etwas eigenartiges, kein eigenes Ausgangsmaterial genommen zu haben.

10 Jahre lang oder länger habe ich so gearbeitet.
Heute wird eigenes Material genommen, das extra geschaffen wurde, und es fühlt sich viel besser an.
Aber ein Künstler der malt, zerstört auch nichts, werden Sie sagen.
Er ist viel näher daran, seine eigenen Liebsamkeiten zu zerstören, um ein Ausgangsprodukt zu schaffen, dass auch die Sinne des Betrachters anspricht.
Mehr dazu in unserem zweiten Teil.
Aber halten Sie sich nicht für einen Schöpfer, nur die Leere ihres Geistes, der Empfänger und Sender, kann ihnen die reiche Gabe der überschönen Schaffung verpassen.
Sehen Sie Michelangelo und all die anderen, die mit ihren kirchlichen Bildern so großen Erfolg hatten, und sie Sinne der Betrachter noch heute mit ihrer Schönheit betört.
So etwas wollen Sie machen.

Dazu sind Sie berufen, wenn Sie als Künstler berufen sind.
Ich habe nun viel Erfahrung im Schöpfen, und kann Ihnen sagen, dass Sie die Unterscheidung der Geister brauchen, um wirklich das Schöpferische und für alle qualitativ hochwertige zu erzeugen.
Nur Ihre kleinen Ideen aus dem Kopf zu verwenden sind nicht genug.
Sie müssen um eine Vision bitten.
Das stellt sich ganz einfach als Bild in Ihrem Kopf, oder Musik, die Sie hören, dar.

Das ist eine wirkliche Erschaffung, und sich dem Schicksal Gottes hinzugeben ist eine Übung, die in vielen Spiritualitäten und Religionen verwandt wird.
Also legen Sie Ihren Kopf zurück, und bitten Sie um eine Erleuchtung: Nimm meinen Verstand erleuchte ihn, dass mir nichts böses trüb den Sinn.
— Ignatius von Loyola.

Damit können Sie dann ihre alten Gewohnheiten und alles was Sie aufhält das Große zu schaffen beiseite legen.
Das ist was die makroökonomische Theorie von Schumpeter aussagt.
Altes überflüssiges wird zerstört, hingerichtet auf die Schöpfung einer neuen Leistungsfähigkeit.
Nehmen Sie das Pareto Prinzip.
Es besagt, dass 20% der Menschen in Italien damals 80% des Wohlstands innehatten.

Daraus wurde gebaut, dass man mit den 20% der Kunden, die 80% der Einnahmen bringen, eine Expansion verursachen kann.
Indem man die 80% die 20% Einnahmen bringen zerstört, und sich nur noch auf das Anbieten der mehr bringenden Waren und Dienstleistungen beschränkt.

Und diese entsprechend bewirbt.
Sehen Sie, Sie haben nun etwas zerstört, und zwar 80% des Angebots, aber haben damit ein Wachstum bewirkt.
Wie kann das sein? Das ist wie altes, krankes Material aus einer Pflanze oder einem Körper schneiden, damit der Rest wachsen kann.

Nun wollen Sie also was schöpferisches leisten.
Immer wieder die Frage: Wie macht man das, ohne dem Schöpfer aller Schöpfungen zu nahe zu treten? Sich selber für einen Gott zu halten? Es ist ganz einfach.
Seien Sie nichts.

Lassen Sie sich füllen von der Gnade Gottes.
Ein Künstler hat immer die schwere Aufgabe, die andere, unwirkliche, unfassbare Welt hinzuführen, in der Welt der Sinne fassbar zu sein und Aussage zu treffen.
Es gibt viele Theorien, dass Ideen in einer eigenen Welt existieren, und wir nur Anteil daran haben.
Ein Tisch.
Die Idee von einem Tisch ist 4 Beine und eine Platte darauf.
Daraus kann man jetzt schöpferisch tätig werden: Learn the rules, love the rules, break the rules.
Machen Sie einen Tisch mit 5 Beinen, der rund ist, kann man ihn immer noch als Tisch erkennen.

Machen Sie einen eckigen mit 5 Beinen, kann schon eine Anstößigkeit entstehen.
Sie sehen, die Ideen sind klar definiert.
Fragen Sie mal einen Handwerker, am besten Meister, was er von neuen Ideen hält.
Er muss erst verifiziert haben, dass nicht Ihr kleiner Verstand Ihnen einen Streich gespielt hat, und Sie etwas für eine Idee halten, was in der Welt der Ideen, im Geist, gar nicht existiert.
Das wäre schlecht.

Denn wir sind geistige Wesen.
Jetzt kann man natürlich einen Trend aus seiner Idee schaffen.
Aber das kann sein, dass an einer kollektiven Geschmacksverkalkung jetzt festzumachen ist, dass sich die Idee durchsetzt.
Wir brauchen eine echte Schau, in die Welt der Ideen.
Wie zum Beispiel die beiden Erfinder des Telefons, Bell und Reis, nahezu zeitgleich das Gerät erfunden haben.
Sie haben eine Schau in die Welt der Ideen gehabt.

Sie haben nur umgesetzt, was Gott ihnen bereitet hat.
Das war eine große Leistung, eine große schöpferische.
Jetzt denken Sie nicht, dass man für so etwas kein Wissen haben muss.
Erst müssen Sie Technik studieren, um überhaupt dahin zu kommen.
Warum, werden sie sagen? Man lernt doch nur Regeln, die schränken einen doch ein.
Das ist falsch gedacht.
Regeln machen frei.
Sie können sich an etwas zurückbinden, und ohne Scheu und Voraussicht auf Ihre Sachen sich konzentrieren.
Rückbindung bedeutet Religion.
religare -- zurückbinden.
Lateinisch.

Das funktioniert natürlich am besten, wenn Sie sich an den christlichen Gott zurückbinden.
Welch große Kunstwerke sind daraus entstanden.
Wissen Sie, es steht schon mehrfach in Büchern, dass islamische Gläubige von Jesus träumen.
Sie wissen, Jesus ist ja der höchste Prophet des Islam, und es wird auch geglaubt, dass er zurückkommen wird, aber das ist doch etwas anderes.

Es ist wie mit einem Haus, das Sie auf Sand bauen.
Kommt der Sturm und das Wasser, dann fällt das Haus ein.
Bauen Sie es auf Felsen.
Dann hören Sie auf die Worte Jesus, nehmen seine Vision und bauen ein Kunstwerk, das den Namen verdient.
Sehen Sie.
Die katholische Kirche will Fortschritt.
Das ist das grundlegende Zeichen für den katholischen Glauben, ein Pfeil.

Ein Strahl.
Ein Zeitstrahl.
Jesus und seine Worte offenbaren sich im Lauf und Fortgang der Geschichte.
Juden haben eher einen Kreis.
Jahwe hat uns aus Ägypten herausgeführt, daher existiert er.
Ich will natürlich gar nicht sagen, dass Juden rückschrittig sind.
Die Religion unserer großen Brüder aber macht es schwer, sich auf eine Innovation zu verlassen.
Es gibt die Geschichte mit den Talenten im Neuen Testament.

Einer, der seine Talente vergräbt, wird stark bestraft.
Das ist doch wieder ein Hinweis, dass ein Künstler künstlerisch tätig sein soll, und erwartet wird, dass er es ist.
Aber immer fruchtbar, sich auf den Geist Gottes verlassen.
Sie machen kleine Kunstwerke, Gott macht Ihre kleinen Kunstwerke und große Kunstwerke.
Das ist doch gut.
Bezahlung kriegen Sie dafür.
Oder wie van Gogh nur für ein Kunstwerk in seinem Leben.

Aber dafür umso mehr Bezahlung im Himmel, beten wir mal.
Also besorgen Sie sich ein 9-5 Job und geben Sie ihn erst auf, wenn Sie Business gelernt haben, und nach allem Verstand das erfolgbringende auch weiter besteht.
Windhauch ist es Alles, wenn nicht von Gott gegeben.

Also haben Sie eine Exit-Strategie, denn es wurden schon Königreiche mit einer “falschen” Unterschrift vergeben.
Ich meine damit, ein Millionär kann mit der Unterschrift zum Kauf einer Yacht sein ganzes Haben verlieren, wenn er das Kleingedruckte nicht liest, und da ein Vertrag für weitergehende Service-Leistungen enthalten ist.
Oder so.
Sie folgen mir.
Nur zur Vorsicht, dass Sie nicht sagen: Ich werde jetzt Künstler, dieser Text im Internet hat es mir gesagt.
Künstler werden ja, aber davon leben wollen...na wo leben Sie denn.
Wenn Sie ganz doll heilig, heilig rufen, und sich vor Gott niederwerfen, dann verspricht er Ihnen vielleicht eine Gnade, die Sie davon leben lässt, aber das steht nicht hier im Text.

Und dem Teufel absagen.
Einfach “nein” und nicht diskutieren.
Der freie Wille ist da, den hat der vor dem kein anderer geschaffen wurde, und nach dem kein anderer geschaffen wird Ihnen gegeben.
Also nutzen Sie ihn.
Nein zu der Schlange, Nein zu der Frucht des verbotenen Baumes.
Ein Verbot, dass Sie leben lässt.
Halleluja.
Das ist wie das Verbot, in eine Steckdose zu fassen.
Lässt Sie leben.
Probieren Sie es aus.
Ich meine das Leben.
Egal.

Plagt Sie eine emotionale Schranke, dann versuchen Sie doch mal, es schöpferisch in die Welt zu bringen.
Vielleicht kommen Sie dann hinter die Vorgänge, und können abbauen.
Abbauen, was für Hass da in Ihnen steckt, abbauen, was für Ängste da in Ihnen stecken.
Malen Sie einfach ein Bild, lassen Sie sich von dem heiligen Geist leiten, denn er ist der wahre Künstler.
Vielleicht lernen Sie auch einfach, mit Ihren Emotionen umzugehen, und verarbeiten Sie sie in etwas Schönem.
Was für ein Selbstbild gibt Ihnen das?

Ist das nicht schön, dass Sie, selbst wenn arm und verlassen, etwas schönes kreieren können? Damit können Sie auf der Strasse Anderen ganz anders begegnen.
Etwas fängt zu leuchten an, in Ihnen.
Was die Anderen auch sehen können.
Verhandlungen werden ganz anders ablaufen.
Sie geben Wert an andere.
Sie werden fruchtbar.
Nicht so wie der grimmige alte Künstler, der Schiffe malt.
Möglichst detailgetreu.
Radikale Ästhetik ist sich von der Weite und Größe des Schönen faszinieren lassen, dabei aber auch die Grenzerfahrungen und Gebrechlichkeit des Endlichen ins Spiel bringen.
—Werner Holter SJ
Eine menschliche Erfahrung ist das.
Sie wollen doch menschlich sein?

Der, dem Gott etwas höheres als den Engeln gegeben hat? Worauf der im Paradies dann eifersüchtig war, und Ihnen das nehmen wollte.
Sie sehen, ich verbinde Zeiten.
Sind Sie nicht im Paradies, wenn Sie in der Hand haben, einfach etwas schönes schaffen zu können? Dann kommt der Teufel, und will es Ihnen nehmen.
Verlassen Sie sich drauf.
Dann sollte man ihm Pech, Talg und Haare in den Rachen stecken.
Ich kann Pech, Talg und Haare ablecken, Du Ungeheuer nicht.
Sagen Sie ihm das.
Und diskutieren Sie nicht.
Nein.
Der freie Wille wirkt.
Gottgegeben und für immer.

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